Wurzelspitzenresektion (WSR)
DVT Hier Erklärung Bild 5

Wenn ein chronisch entzündlicher Prozess im Bereich der Wurzelspitze nicht durch eine herkömmliche Wurzelkanalbehandlung abklingt oder eine Wurzelbehandlung nicht möglich ist oder wenn sich im Röntgenbild Veränderungen zeigen, die eine Probeentnahme  erfordern, sollte eine Wurzelspitzenresektion erfolgen. Weitere Indikationen für eine Wurzelspitzenresektion sind abnorme Wurzelverhältnisse, Zahnverletzungen, Zysten, Komplikationen bei der Wurzelkanalbehandlung, wie zum Beispiel Nichtaufbereitbarkeit des Wurzelkanals, nicht entfernbare, abgebrochene Wurzelkanalinstrumente oder überpresstes Wurzelfüllmaterial. Die Operation erfolgt in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung. Auf Wunsch erfolgt der Eingriff in Sedierung/Dämmerschlaf. Zunächst wir das Zahnfleisch soweit vom Knochen abgeschoben, bis der Knochen im Bereich der Wurzelspitze zugänglich ist. Nun erfolgt die Abtragung des Knochens im Bereich der Wurzelspitze, bis diese und das entzündlich veränderte Gewebe gut zu sehen sind. Dann wird die Wurzelspitze um ca. zwei bis drei Millimeter gekürzt und das entzündliche Gewebe entfernt. Anschließend erfolgt ein dichter Verschluß der Wurzelkanäle. Eine Röntgenaufnahme nach dem Eingriff ermöglicht eine Kontrolle der Wurzelfüllung und der erfolgten Resektion. Um die Heilung im Bereich des Knochens zu überprüfen, sollte nach drei bis sechs Monaten eine nochmalige Röntgenkontrolle erfolgen.