Zahntransplantation

DVT Hier Erklärung Bild 5

Die autogene Zahntransplantation ist eine relativ alte, jedoch nicht so bekannte Methode für den Ersatz verlorener oder nicht angelegter Zähne. Hauptindikation ist die autogene Zahntransplantation von Weisheitszähnen in das durch den Zahnverlust verursachte Lückengebiss in Ober- und Unterkiefer, gefolgt von der Zahntransplantation von verlagerten Schneidezähnen und Prämolaren. Unabhängig von der Altersgruppe (Hauptaltersgruppe zwischen 15-30 Jahre) und Lokalisation, ist die autogene Zahntransplantation eine Erfolg versprechende und sehr wirtschaftliche Therapie zur Behandlung des Lückengebisses. Die Zehn-Jahres-Erfolgsraten bei der autogenen Transplantation liegen bei über 80%.

Vor der Operation

Zur klinischen Befundaufnahme gehört das Ausmessen der Lücke, die den zu transplantierenden Zahn aufnehmen soll. Röntgenbefunde (OPG, Zahnfilm, Aufbissaufnahme) ergänzen den klinischen Befund. Neben den allgemeinen Risiken einer Zahnextraktion (Zahnentfernung) muss im Vorfeld auf den möglichen Verlust des transplantierten Zahnes und eine mögliche Infektion des Transplantatbetts hingewiesen werden.

Das Operationsverfahren

Freilegung des retinierten und/oder verlagerten Zahnes. Bei abgeschlossenem Wurzelwachstum: Wurzelkanalfüllung und Wurzelspitzenresektion des zu transponierenden Zahnes Entfernung des nicht erhaltungswürdigen Zahnes bzw. Herstellen eines ausreichend großen Aufnahmelagers für den zu transponierenden Zahn. Einbringen des Zahnes mit anschließender Fixierung durch Überknüpfnaht und/oder Schienung an den Nachbarzähnen für die Einheilphase. Empfehlenswert ist postoperative Antibiose für eine Woche.

Prognose

Der Erfolg der Operation hängt davon ab, inwieweit der Zahn bzw. Zahnkeim in ein gefäßreiches Weichteillager eingebracht werden kann, und ob die Wurzelhaut des zu transplantierenden Zahnes bei seiner vorangehenden operativen Entfernung weitgehend unverletzt bleibt. Des Weiteren darf der transplantierte Zahn während der Einheilungsphase nicht belastet werden. Auch eine postoperative Infektion kann zur Verschlechterung der Prognose beitragen.